Aus kammerrechtlichen Gründen müssen wir Sie darauf aufmerksam machen, dass die folgenden Ausführungen keine Werbung sondern Informationen für unsere Patienten darstellen.
Praxisphilosophie
Oberstes Ziel
unserer Behandlung ist die Erhaltung, und nicht der Ersatz Ihrer Zähne. Die
Karies ist durch minimal – invasive Zahnmedizin (Schonung der Zahnhartsubstanz
durch Klebetechnik) und durch Prävention heutzutage sehr gut zu beherrschen.
Die meisten Zähne bleiben heute länger erhalten und müssen erst später durch
Parodontitis (Parodontose) entfernt werden.
Somit ist
die Behandlung der Parodontitis die Herausforderung des neuen Jahrhunderts.
Zu einer erfolgreichen Parodontitis – Therapie gehört
immer eine auf den Patienten abgestimmte Individualprophylaxe im Rahmen der
Vorbehandlung und Erhaltungstherapie. Ebenfalls unerlässlich ist die
Implantologie (Einsetzen künstlicher Zahnwurzeln) zur optimalen
Knochenerhaltung dort, wo keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind.
Selbstverständlich spielen ästhetische
Richtlinien in einem modernen Therapiekonzept eine immens große Rolle. Zähne
sind nicht nur Kauwerkzeuge. Sie sind nicht unerheblich an der Ausstrahlung und
Persönlichkeit eines jeden einzelnen beteiligt.

Prophylaxe
Parodontologie
Implantologie
Ästhetische Zahnheilkunde
Zahnersatz
Funktionsdiagnostik
Endodontie
Zahnärztliche Chirurgie
Kinderzahnheilkunde
Behandlung unter Vollnarkose
Digitales Röntgen
Prophylaxe
Prophylaxe heißt vorbeugen, in unserem Fall vorbeugen vor Zahn- und
Mundkrankheiten. Denn nichts Künstliches kann so gut sein, wie das von der
Natur erschaffene. Individualprophylaxe geht weit über die übliche halbjährige
Kontrolluntersuchung mit Zahnsteinentfernung hinaus.
Wie immer steht am Anfang einer jeden Behandlung erst einmal die Diagnose und Befundaufnahme. Das heißt es muss der Zustand, Entzündungsrad des Zahnfleisches und ähnliches mehr bestimmt werden und eventuell durch einen Speicheltest das individuelle Kariesrisiko ermittelt werden. Hierbei werden die kariogenen Keime und deren Vielzahl analysiert. Es ist heute sogar schon möglich über Gentests herauszufinden ob ein erblich bedingtes Parodontoserisiko vorliegt.

Verschiedene Keimbelastungen im Speichel
Nach den diagnostischen Maßnahmen ist die
professionelle Zahnreinigung wichtigster Bestandteil der Prophylaxe. Bei noch so
guter Mundhygiene schafft es wohl kaum einer, insbesondere in einem durch
Parodontose vorgeschädigten Gebiss, alle Nischen 100 %ig sauber zu halten. Nach
längerem Verweilen verursachen Bakterien in diesen Nischen Entzündungen oder
Karies. Um das zu verhindern, muss die Plaqueanhaftende Bakterien – in
individuell unterschiedlichen Abständen entfernt werden. Durch eine Politur der
Zahnoberfläche wird eine schnelle Neubesiedlung durch Bakterien verhindert. Im
Gespräch mit unserer Prophylaxeassistentin erkennen Sie, wie Sie das
Zahnfleisch massieren und stimulieren können, um eventuell schon vorhandene
Entzündungen und Zahnfleischbluten zu reduzieren.
Diese Entzündungen werden im Rahmen einer Prophylaxebehandlung mit entzündungshemmenden
Substanzen behandelt. Antibakterielle Lacke schützen vor neuen Entzündungen
und eine Versiegelung der Grübchen auf den Kauflächenrelief verhindert die
Entstehung einer Karies.
Neben diesen gesundheitlichen Vorteilen dient die Prophylaxe auch der Ästhetik. Da wo aufgelagerte Verfärbungen entfernt werden, wirken Ihre Zähne anschließend heller und sauberer.

Unsere Prophylaxeassistentin Frau Gessen
Zustand vor und nach professioneller Zahnreinigung und Abheilung des
Zahnfleisches
Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapparat und seinen Erkrankungen. Die Parodontitis, die im Volksmund auch als Parodontose bezeichnet wird, ist also eine Erkrankung, eine bakteriell bedingte Entzündung, des Zahnhalteapparates. Der Zahnhalteapparat setzt sich zusammen aus
1. dem Zahnfleisch,
2. dem Wurzelzement,
3. den bindegewebigen Fasern, mit deren Hilfe der Zahn am umliegenden Knochen fixiert ist, auch Wurzelhaut genannt
4. dem unliegenden Knochen selbst.

gesunder Zustand
Eine Zahnfleischentzündung alleine ist noch keine
Parodontitis und kann durch Behandlung wieder gänzlich ausheilen. Erst wenn die
Entzündung tiefere Strukturen des Zahnhalteapparates ergriffen hat, liegt eine
Parodontits vor. Da durch diese tiefen Entzündungen Knochen und Bindegewebe
abgebaut wird, ist leider nur der Verlauf einer Parodontitis durch eine Therapie
aufzuhalten. Einmal generell abgebauter Knochen ist in der Regel unwiderruflich
verloren. Deshalb ist es äußerst wichtig, eine Parodontitis möglich frühzeitig
zu behandeln und somit einem weiteren Knochenverlust vorzubeugen.
Da eine Parodontitis bakteriell bedingt ist, zieht die Parodontalbehandlung
darauf ab, die Vielzahl der Bakterien in der Zahnfleischtasche zu reduzieren. Da
Bakterien immer, also auch beim absolut gesunden Patienten in der Mundhöhle
vorhanden sind, müssen und können auch nicht dauerhaft alle Bakterien entfernt
werden. Es muss lediglich ein gesundes Gleichgewicht zwischen Bakterien und körpereigenen
Immunsystem hergestellt werden.

Zustand bei Parodontalerkrankung
Die Parodontaltherapie nach heutigem Wissensstand gliedert sich in mehrere Therapiestufen.
1.) Vorbehandlung
2.) Basisbehandlung
3.) Korrektive Behandlung
4.) Erhaltungstherapie
1. Vorbehandlung
Im Rahmen der Vorbehandlung werden alle Reizfaktoren, die das Zahnfleisch negativ beeinflussen, beseitigt. Hierzu gehören z.B. abstehende Füllungsränder oder Zahnstein, der einen lokalen Druck auf das Zahnfleisch ausübt. Zudem werden alle Schlupfwinkel für Bakterien, z.B. undichte oder raue Füllungen, entfernt. Des weiteren gehört zur dauerhaft erfolgreichen Parodontaltherapie nach internationalen Erkenntnisstand eine Individualprophylaxe. Hierbei wird eine professionelle Zahnreinigung, die weit über eine Zahnsteinentfernung hinausgeht, durchgeführt, sowie bei Bedarf lokal entzündungshemmende Lacke appliziert. Außerdem werden Maßnahmen zur Optimierung der Mundhygiene durchgeführt:
Wie massiere und stimuliere ich mein Zahnfleisch?
Wie säubere ich meine Zahnzwischenräume?
Was
ist Superfloss?
Wie hoch ist mein Blutungsindex?
Wie wirkt sich Ernährung auf die Zahngesundheit aus? etc.
Wenn das Zahnfleisch oberflächlich entzündungsfrei ist, werden die Zahnfleischtaschen gemessen und eine eventuelle Therapiebedürftigkeit festgestellt.
2.Basisbehandlung
Im Rahmen einer Basisbehandlung wird eine mechanische Säuberung der
Zahnfleischtaschen durchgeführt. Hierzu wird das Zahnfleisch nicht
aufgeschnitten wie häufig im Volksmund behauptet wird. Erst wird heutzutage
minimalinvasiv unter Schonung und Erhaltung möglichst vieler Gewebestrukturen
die Zahnoberfläche unterhalb des
Zahnfleischsaumes aber oberhalb des Knochenverlaufes gesäubert. Die Behandlung
erfolgt unter lokaler Betäubung, und es ist nicht mit Schmerzen oder
Schwellungen nach der Therapie zu rechnen. In der Regel entsteht lediglich für
einige Tage ein wundes Gefühl. Nach dieser Basistherapie lässt man dem
Zahnhalteapparat ca. zwei bis drei Monate Zeit zur Ausheilung.
3.Korrektive Behandlung
Diese Therapiestufe ist bei höchstens 20% aller
Parodontitispatienten nötig. Die restlichen 80% gehen nach der Basisbehandlung
direkt in die Erhaltungstherapie.
In der korrektiven Behandlungsphase werden noch existierende, blutende
Zahnfleischtaschen reduziert. Hierbei hilft der Laser, Schmerzen nach dem
kleinen operativen Eingriff zu vermeiden. Ebenfalls ist es in dieser Phase möglich,
in bestimmten Fällen Knochen oder Zahnfleisch wieder aufzubauen.
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Letztendlich kann jetzt auch ein Abstrich aus den Zahnfleischtaschen entnommen
werden, um Bakterienstämme nachzuweisen, die durch die mechanische
Basistherapie nicht entfernt werden können. Bei einigen Erregern ist nach
heutigem wissenschaftlichem Stand eine Antibiotikatherapie nötig.
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Erhaltungstherapie
Zwei bis drei Monate nach dem letzten Eingriff fängt die Erhaltungstherapie an. Es wird in erster Linie wieder eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt, um Nischen, die wieder bakteriell besiedelt sind, zu säubern. Auch bei optimaler, häuslicher Mundhygiene ist eine Reinigung durch eine entsprechend geschulte Fachkraft unerlässlich. Wie häufig diese Reinigung durchgeführt werden muss, hängt davon ab, welche Zahnfleischtaschentiefe noch vorhanden ist, wie hoch der Blutungsindex liegt, wie verschachtelt die Zähne stehen und vieles mehr. Nur durch eine konsequente, dauerhafte Erhaltungstherapie verbunden mit optimaler häuslicher Mundhygiene ist ein langfristiger Erfolg in der Parodontalbehandlung möglich.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, fehlende Zähne zu
ersetzen. Brücken und herausnehmbare Prothesen können durchaus befriedigende,
funktionelle und ästhetische Ergebnisse liefern, haben aber den Nachteil, dass
der Knochen im Bereich des Ersatzes nicht naturgemäß belastet wird.
Eine Zahnwurzel übt einen funktionellen Reiz auf den
umliegenden Knochen aus, wodurch dieser erhalten bleibt. Nach Verlust der Zahnwurzel baut der Knochen sich ab.
Dies kann nur verhindert werden, indem eine künstliche Wurzel, ein Implantat,
an die Stelle der ehemaligen Zahnwurzel eingebracht wird. Dann bleibt durch die
Kautätigkeit der funktionelle Reiz, so dass kein Knochenabbau
entsteht. Implantate bestehen aus Titan und sind somit biologisch äußerst
verträglich. Mit einem kleinen operativen Eingriff werden die Implantate in den
Knochen eingesetzt und heilen dort in der Regel erst einige Monate
ein, ehe sie belastet werden. Ziel der Implantologie ist es, diese Einheilphase
durch weiterentwickelte Techniken zu verkürzen, oder gar die Implantate sofort
zu belasten. In speziellen Fällen ist eine Sofortbelastung
auch schon möglich. Dort, wo erst noch Knochen aufgebaut werden muss, um den
Implantaten genügend Halt zu geben, dauert die Einheilung noch länger. Es
bestehen zur Zeit Bestrebungen, diese Zeit durch körpereigene Wachstumsfaktoren
zu verkürzen. Die Einheilung der Implantate ist
heute in einem extrem hohen Prozentsatz gesichert. Die Einzelheit wird
sicherlich in naher Zukunft durch innovative Techniken zu verkürzen sein. Zum
Erhalt einmal eingeheilter Implantate muss der Patient natürlich durch optimale
Mundhygiene und entsprechende Prophylaxemaßnahmen selbst beitragen.
Unter ästhetischer Zahnmedizin versteht man eine neue
Sichtweise in der Behandlungssystematik. Wurde in der Vergangenheit alles nur nach funktionellen
Gesichtspunkten beurteilt, spielt heute die Ästhetik eine immer größere Rolle. Goldrestaurationen, z.B. als Teilkronen oder
Inlays, die auch heute in der Haltbarkeit unübertroffen sind, weichen zugunsten von Keramikversorgungen
auch im Seitenzahnbereich.
Unregelmäßig stehende Frontzähne, die in der
Vergangenheit nur durch Kieferorthopädie, also Zahnspangen, oder durch Kronen
korrigiert werden konnten, sind heute wesentlich schneller und für den Zahn
schonender durch aufgeklebte Keramikschalen – Veneers – zu
verbessern.
Dunkle Zähne können vollkommen ohne Kronen oder
Verblendschalen unter Erhaltung der eigenen Zahnhartsubstanz aufgehellt werden
Bleaching.
Ein vollendetes Lächeln wird nicht nur durch die Zähne
bestimmt, sonder auch in hohem Maße durch den Zahnfeischverlauf. Hierbei spricht man von der „roten Ästhetik“.
Diesen Zahnfleischverlauf kann man, wenn noch genügend Knochen im
Zahnzwischenraum vorhanden ist, mittels kleinen Eingriffen schmerzfrei
idealisieren. Da die zu erzielenden Resultate für den Patienten nur
schwer vorstellbar sind, können wir Ihnen mit einem speziellen Computerprogramm
das bei Ihnen zu erreichende Endresultat vorher zeigen.
Von festsitzenden Kronen oder Brücken, über herausnehmbaren Zahnersatz (Teil- oder Vollprothese) bis hin zu kombinierten Lösungen stehen alle Möglichkeiten zu Verfügung.
Für Kopf-, Rücken- oder vielfältige andere Beschwerden sind häufig Fehlstellungen des Kiefers und der Zähne verantwortlich. Werden diese Ursachen nicht gefunden, können immer nur die Symptome, die Schmerzen, nie aber deren Ursachen behandelt werden. Mit den in der modernen Zahnarztpraxis zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen des Kiefers (Kiefer- und Bisskorrekturen) lassen sich vielfach jahrelange Schmerzzustände beheben.
In der Endodontie gibt es moderne, elektronisch gestützte Methoden, mit denen es möglich ist, Wurzelfüllungen in einem hohen Prozentsatz erfolgreich durchzuführen. So liegen die Chancen für die Erhaltung der natürlichen Zähne deutlich höher als bei herkömmlichen Methoden der Wurzelfüllung.
Notwendig werdende chirurgische Eingriffe (z.B.
Wurzelspitzenresektionen) können in der Praxis durchgeführt werden.
Mit Hilfe herausnehmbarer oder fester Apparaturen (Zahnspangen, Brackets) können Zahn- und Kieferfehlstellungen bei Kindern frühzeitig korrigiert werden. Auch in fortgeschrittenem Alter lassen sich Zahnreihen und Kieferfehlstellungen richten.
Ein speziell auf junge Patienten ausgerichtetes
Behandlungskonzept mit sanften Methoden trägt zu einem angstfreien Zahnarztbesuch bei. Mit dem Gel Carisolv kann die
Karies mittels weniger Tropfen gelöst werden.
Bei einem Teil der Kariesbehandlung können wir so
weitestgehend auf den Bohrer verzichten.
Für besonders ängstliche oder behinderte Patienten besteht die Möglichkeit, nach entsprechender Terminabsprache und Therapiefestlegung, die Behandlung zusammen mit einem Anästhesisten unter Vollnarkose durchzuführen. Sie bleiben nach der ambulanten Narkose so lange bei uns, bis sie wieder eigenständig die Praxis verlassen können.
Durch die Weiterentwicklung der Röntgentechnik ist es heute möglich, Röntgenbilder digital herzustellen. Der Vorteil für den Patienten besteht in einer bis zu 80%igen Reduzierung der Strahlenbelastung.